⏱ Lesezeit: ca. 12 Minuten
Du willst in jedem Zimmer deiner Wohnung denselben Song hören – und zwar synchron, ohne Zeitversatz, ohne Kabel durch die Wände zu ziehen? Das klingt nach Luxus, ist aber mit einem guten Multiroom Audio System heute günstiger und einfacher als je zuvor. Die Frage ist bloß: Welches System passt wirklich zu dir?
Die aktuellen Systeme für 2026 sind hier zusammengestellt – von der kompakten Einzel-Lösung für unter 150 Euro bis zum vollausgestatteten Heimkino-Set. Ob du gerade frisch anfängst oder dein bestehendes Smart Home erweitern willst: Diese Kaufberatung hilft dir, die richtige Wahl zu treffen.
Was ist ein Multiroom Audio System – und brauchst du das wirklich?
Ein Multiroom Audio System erlaubt dir, Musik, Podcasts oder Radio-Sender über mehrere Lautsprecher in verschiedenen Räumen gleichzeitig – oder unabhängig voneinander – abzuspielen. Der entscheidende Vorteil gegenüber Bluetooth-Lautsprechern: Alle Geräte sind dauerhaft ins WLAN eingebunden und kommunizieren direkt miteinander. Kein mühsames Neu-Koppeln, kein Abbruch wenn du das Zimmer wechselst.
Wenn du in nur einem Zimmer Musik hörst und das auch so bleiben soll, brauchst du kein Multiroom-System. Sobald aber zwei oder mehr Räume ins Spiel kommen – Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer – fängt es an, richtig Sinn zu machen.
Welche Multiroom Audio Systeme gibt es 2026?
Es gibt drei Platzhirsche, die 2026 den Markt dominieren. Alle drei verfolgen unterschiedliche Philosophien:
Für ernsthafte Multiroom-Nutzung führt 2026 kein Weg an Sonos vorbei. Das System ist seit Jahren das Maß der Dinge: stabile WLAN-Integration, exzellenter Klang, Unterstützung für Spotify, Apple Music, Amazon Music, Tidal und viele weitere Dienste. Und: Die IKEA SYMFONISK Lautsprecher laufen vollständig im Sonos-Ökosystem – das ist der günstigste Einstiegspunkt in das System.
Sonos Roam 2: Der günstigste Einstieg ins Multiroom-System
Wer mit Multiroom Audio anfangen will ohne gleich tief in die Tasche zu greifen, findet im Sonos Roam 2 einen guten Startpunkt. Er ist der kleinste und günstigste Sonos-Lautsprecher – aber kein Spielzeug. Der Roam 2 ist IP67-zertifiziert (wasserdicht und staubdicht), hat automatisches TruePlay-Tuning und unterstützt sowohl WLAN als auch Bluetooth.
Im Haus verhält er sich wie jeder andere Sonos-Lautsprecher: Du kannst ihn in eine Gruppe packen, denselben Song spielen lassen wie im Wohnzimmer, oder ihn unabhängig mit eigenem Inhalt betreiben. Draußen – im Garten, auf dem Balkon – nimmt er Bluetooth-Verbindungen entgegen und klingt dabei deutlich besser als die meisten portable Bluetooth-Speaker seiner Preisklasse.

Sonos Era 100: Der beste Allrounder für ein bis zwei Zimmer
Der Sonos Era 100 ist 2026 das Arbeitstier unter den Sonos-Lautsprechern. Er klingt erheblich besser als der Roam 2, ist kompakt genug für Küche, Schlafzimmer oder Büro, und lässt sich als Stereopaar koppeln. Zwei Era 100 als Stereopaar sind eine der beliebtesten Kombinationen im Sonos-Universum – und das zu Recht.
Neu beim Era 100 gegenüber seinem Vorgänger (Play:1 / One): eingebautes Bluetooth, USB-C-Eingang für externe Quellen und ein überarbeiteter Tweeter für deutlich bessere Raumabbildung. Die Alexa-Sprachsteuerung ist integriert, Google Assistant lässt sich über die Sonos App einrichten.

Sonos Era 300: Wenn es räumlicher Klang sein soll
Der Sonos Era 300 ist die derzeit technisch interessanteste Neuheit im Sonos-Portfolio. Er unterstützt als einziger Einzel-Lautsprecher im Sonos-System nativ Spatial Audio – also echtes Dolby Atmos in Stereo-Aufstellung, nicht nur als Surround-Satellit. Sechs Treiber in verschiedene Richtungen sorgen für ein breites Klangbild, das den Raum tatsächlich füllt.
Laut Herstellerangaben und ersten Tests (u.a. Stiftung Warentest 02/2026) ist der Era 300 eine echte Weiterentwicklung – besonders wenn man Musik über Dienste wie Apple Music oder Amazon Music Unlimited streamt, die Spatial Audio nativ unterstützen. Für reine Multiroom-Beschallung ist er aber überqualifiziert. Wer ihn kauft, will den besten Klang aus einem Raum herausholen.

Sonos Move 2: Für drinnen und draußen
Der Move 2 ist Sonos’ portabler Lautsprecher für die ernsthafte Nutzung. Schwerer und größer als der Roam 2, dafür deutlich kraftvollerer Klang und bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit laut Hersteller. Im Haus dockt er an eine Ladestation an und verhält sich wie jeder andere stationäre Sonos-Lautsprecher. Draußen nimmt er Bluetooth entgegen.
Der Move 2 klingt so nah an den stationären Sonos-Lautsprechern, dass er als einziger Speaker für Wohnzimmer + Garten eine valide Strategie ist. Allerdings: Er ist kein Ersatz für einen dedizierten Heimkino-Lautsprecher. Für Musik ist er schlicht ausgezeichnet.

Sonos Beam Gen 2: Multiroom trifft TV-Klang
Wer sein Multiroom-System mit dem Fernseher verbinden will, kommt an der Sonos Beam Gen 2 nicht vorbei. Sie ist die kompakte Soundbar im Sonos-Ökosystem – HDMI eARC, Dolby Atmos (bei entsprechenden Inhalten), und vollständig ins Sonos-Netz integriert. Du kannst sie tagsüber als Musik-Lautsprecher nutzen und abends für Film-Sound schalten.
Die Beam Gen 2 lässt sich mit Surrounds (Era 100 oder Era 300) und einem Subwoofer (Sub Mini) zu einem vollständigen Heimkino-Setup erweitern. Sonos bietet dafür fertige Sets an – praktisch, weil alles direkt zusammenpasst und du nicht selbst konfigurieren musst.
→ Bei Amazon*

Was passt zu dir? Drei Einstiegsszenarien
Budget: Einstieg für unter 200 €
Wenn du mit einem Raum anfangen willst: Sonos Roam 2. Wenn du direkt zwei Räume beschallen möchtest: Zwei Roam 2 oder ein Roam 2 + Era 100.
- 1 Zimmer, portabel: Sonos Roam 2 (~149 €*)
- 2 Zimmer kompakt: 2x Sonos Roam 2 (~298 €*)
Komfort: Das Beste für Musik-Enthusiasten (~300–500 €)
2 Zimmer mit gutem Klang: Era 100 (Wohnzimmer) + Roam 2 (Küche oder Schlafzimmer). Oder ein Era 100 Stereopaar für einen Raum mit echtem HiFi-Erlebnis.
Premium: Musik + TV + Surround (ab 600 €)
Beam Gen 2 + 2x Era 100 als Surrounds: Das ergibt ein vollständiges 3.0-Heimkino-Setup das sich auch für Musik eignet. Mit Sub Mini kommt Bass dazu.
IKEA SYMFONISK: Die günstige Alternative
Die IKEA SYMFONISK Lautsprecher laufen vollständig im Sonos-Ökosystem – du steuerst sie über die Sonos App, kannst sie in Gruppen hinzufügen und genau wie Era 100 oder Roam 2 betreiben. Der klangliche Unterschied zu den teuren Sonos-Modellen ist hörbar, aber für Nebenräume wie Küche oder Bad sind sie eine überlegenswerte Alternative. IKEA verkauft sie ausschließlich über den IKEA-Onlineshop oder in den Filialen, ohne Awin-Partner – hier verlinken wir auf Amazon als Fallback.
Wie binde ich Sonos ins Smart Home ein?
Sonos unterstützt Matter seit dem Update im Herbst 2023, was bedeutet: Grundfunktionen wie Abspielen, Pausieren und Lautstärke lassen sich über jeden Matter-Controller steuern – also auch über Home Assistant. Die Home Assistant Integration für Sonos ist ausgezeichnet und stabil.
Mit Alexa-Integration kannst du Sprachbefehle wie „Alexa, spiel Jazz im Wohnzimmer“ nutzen. Google Assistant funktioniert ebenfalls über die Sonos App. Wer Apple HomeKit nutzt: Sonos unterstützt HomeKit nicht nativ, aber die Matter-Integration deckt Basisfunktionen ab.
Wenn du deinen Smart Home Aufbau planst, ist Sonos eine der wenigen Audio-Lösungen, die wirklich reibungslos mit verschiedenen Plattformen zusammenarbeitet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich Sonos-Lautsprecher verschiedener Generationen mischen?
Ja, grundsätzlich schon. Ältere Modelle (Play:1, Play:3, Play:5) laufen weiterhin im selben System. Allerdings gibt es seit 2020 eine Spaltung: Die S1-Plattform (ältere Geräte) und S2-Plattform (neuere Geräte) lassen sich nicht in der gleichen Gruppe betreiben. Era 100, Era 300, Move 2 und Roam 2 laufen alle auf S2.
Brauche ich für Sonos eine Internetverbindung?
Für den ersten Setup ja, für den Dauerbetrieb nicht zwingend. Sobald die Lautsprecher eingerichtet sind, funktioniert die lokale Wiedergabe über WLAN auch ohne Internetzugang. Streaming-Dienste wie Spotify benötigen natürlich eine Verbindung.
Funktioniert Sonos mit Spotify?
Ja, vollständig. Spotify Connect ist direkt in der Sonos App integriert. Du kannst Sonos-Lautsprecher direkt aus der Spotify App als Ausgabegerät wählen. Das gleiche gilt für Apple Music, Amazon Music, Tidal und viele weitere Dienste.
Lässt sich Sonos auch mit einem vorhandenen HiFi-Verstärker verbinden?
Ja, mit dem Sonos Amp (nicht in dieser Kaufberatung behandelt) kannst du passive Lautsprecher ins Sonos-System einbinden. Der Amp hat einen integrierten Verstärker und HDMI-Eingang. Das ist die Lösung für alle, die bereits gute Regallautsprecher besitzen.
Wie viele Sonos-Lautsprecher kann ich maximal verwenden?
Laut Sonos sind bis zu 32 Geräte in einem Haushalt unterstützt. In der Praxis dürfte das für die meisten Wohnungen weit mehr als ausreichend sein.
Gibt es günstigere Alternativen die genauso gut sind?
Für einfache Multiroom-Nutzung gibt es günstigere Optionen (z.B. WiZ, Amazon Echo), aber keine die klanglich und in Sachen Zuverlässigkeit mit Sonos mithalten. Wer vor allem Klang schätzt und ein System haben will das einfach funktioniert, ist bei Sonos richtig.
Meine Empfehlung
Für die meisten Menschen die 2026 mit Multiroom Audio anfangen wollen, ist der Einstieg klar:
- 🎵 Günstig anfangen: Sonos Roam 2 bei tink* – portabel, zuverlässig, faire Investition
- 🔊 Bester Allrounder: Sonos Era 100 bei tink* – für einen oder zwei Räume ideal
- 🏠 Musik + TV: Sonos Beam Gen 2 bei Amazon* – Soundbar + Multiroom in einem
Wer bereits ein Smart Home hat und Sonos tief einbinden will: Die Home Assistant Integration ist solide, und mit Matter läuft die Grundsteuerung auf fast jedem System. Investierst du einmal in Sonos, bekommst du ein System das wächst – du kannst jederzeit weitere Lautsprecher ergänzen ohne von vorne anfangen zu müssen.
Letzte Aktualisierung: Mai 2026. Preise können variieren – bitte immer beim Shop aktuelle Preise prüfen.
Sonos und Smart Home: Ist die Integration wirklich so gut?
Die Frage höre ich oft: Lohnt sich Sonos wirklich wenn man bereits ein Smart Home mit Home Assistant, Alexa oder Google Home hat? Die kurze Antwort: Ja – und zwar deutlich.
Über die native Home Assistant Integration (Sonos-Integration aus dem Integrations-Menü) lassen sich alle Sonos-Lautsprecher steuern: Abspielen, Pausieren, Lautstärke, Quellenwahl. Das klappt ohne zusätzliche Konfiguration. Ein typisches Szenario: beim Verlassen des Hauses per Automation alle Sonos-Lautsprecher pausieren – funktioniert absolut zuverlässig.
Wer Alexa nutzt: Die Sprachsteuerung ist in der Era-Serie direkt integriert. Du musst keinen zusätzlichen Echo aufstellen. „Alexa, spiel Jazz im Wohnzimmer“ – und der Era 100 spielt. Das reduziert die Geräteanzahl spürbar.
Ein Punkt der oft übersehen wird: Sonos läuft vollständig lokal. Die Musik-Streams kommen von den Diensten (Spotify, Apple Music), aber die Steuerung zwischen den Lautsprechern läuft intern im WLAN – ohne Cloud-Abhängigkeit für das Gruppenmanagement. Das macht das System robuster als viele Alternativen.
Sonos einrichten: So geht der erste Start
Das Setup eines Sonos-Lautsprechers ist bewusst einfach gehalten. Du lädst die Sonos App herunter (iOS oder Android), steckst den Lautsprecher ein, öffnest die App und folgst dem Einrichtungsassistenten. Das dauert in der Regel weniger als fünf Minuten. Der Lautsprecher verbindet sich mit deinem WLAN und ist sofort in der App verfügbar.
Einen zweiten Lautsprecher hinzuzufügen ist noch einfacher: App öffnen, „Produkt hinzufügen“ wählen, fertig. Du kannst ihn danach einzeln betreiben, in eine Gruppe mit dem ersten Lautsprecher stecken (synchrone Wiedergabe) oder ihm einen eigenen Raum zuweisen (unabhängige Wiedergabe).
Gruppen und Räume in der Sonos App
In der Sonos App verwaltest du „Räume“ und „Gruppen“. Ein Raum ist ein Lautsprecher (oder ein Stereopaar) mit einem Namen – z.B. „Küche“, „Wohnzimmer“, „Bad“. Eine Gruppe ist eine temporäre Zusammenschaltung mehrerer Räume: Du wählst einfach welche Räume zusammenspielen sollen, und alle spielen sofort denselben Inhalt synchron ab.
Das TruePlay-Tuning ist eine der unterschätzten Funktionen: Die Sonos App misst automatisch die Raumakustik über das Mikrofon deines Smartphones und passt den Klang des Lautsprechers daran an. Bei unregelmäßigen Räumen oder vielen Möbeln macht das einen hörbaren Unterschied.
Sonos vs. Amazon Echo: Was unterscheidet die Systeme?
Der Vergleich wird oft gestellt – und er ist berechtigt. Amazon Echo Geräte bieten ebenfalls Multiroom-Audio über die Alexa-App. Die wichtigsten Unterschiede 2026:
Echo-Geräte sind die richtige Wahl wenn Sprachsteuerung im Vordergrund steht und das Budget eng ist. Sonos ist die bessere Wahl wenn Musik-Qualität und Systemstabilität wichtiger sind als der Preis. Viele Smart Home Nutzer – auch im Hause smarthome-start.de – setzen auf beides: Echo für Sprachsteuerung, Sonos für Musik.
Wichtige Kaufhinweise vor dem Kauf
Ein paar Punkte die du kennen solltest bevor du Geld ausgibst:
- WLAN-Stabilität ist entscheidend: Sonos-Lautsprecher brauchen ein stabiles 2,4-GHz- oder 5-GHz-WLAN. In schwer erreichbaren Räumen (dicke Wände, weite Entfernung vom Router) kann es zu Unterbrechungen kommen. Ein gutes Mesh-WLAN löst das zuverlässig.
- Kein Offline-Betrieb ohne Setup: Der erste Einrichtungsschritt braucht eine Internetverbindung und zwingend die Sonos App auf einem Smartphone oder Tablet.
- Ältere Geräte prüfen: Vor dem Kauf eines gebrauchten Sonos-Lautsprechers prüfen ob er auf der S1- oder S2-Plattform läuft. S1-Geräte lassen sich nicht mit Era 100/300 in einer Gruppe nutzen.
- Sonos Rabatte: tink und Amazon bieten regelmäßig Bundles an (z.B. Era 100 Stereopaar, Beam + Sub Mini) die günstiger sind als Einzelkauf.
