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Smarte Sicherheit 2026: Kameras, Schlösser und Alarm richtig planen

Christian Steiner 19. März 2026 ≈ 22 min Lesezeit

Draußen wird es früher dunkel, und viele fragen sich jetzt, was smarte Sicherheit für ihr Zuhause wirklich bringt. Die Polizei sagt dazu klar, dass mit Beginn der dunklen Jahreszeit das Risiko für einen Einbruch steigt. Einbrecher sind bei früher einsetzender Dämmerung häufig aktiv.

Smarte Sicherheit kann dir dabei helfen. Sie kann dich warnen, wenn ein Fenster aufgeht. Sie kann zeigen, wer im Garten steht.

Und sie kann dein Haus bewohnt aussehen lassen, wenn du unterwegs bist. Aber sie hat auch Grenzen. Hier bekommst du beides.

Zuerst kommt ein einfacher Einstieg, danach eine Vertiefung für Fortgeschrittene.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Smart-Home-Geräte allein sind laut Polizei kein zuverlässiges Einbruchmeldesystem.
  • Zuerst kommt die Mechanik: Fenster und Türen sichern, am besten mit geprüften Produkten ab Widerstandsklasse RC 2.
  • Smarte Geräte sind gut für Anwesenheitssimulation und als Informationssystem.
  • Eine Kamera darf grundsätzlich nur dein eigenes Grundstück erfassen, nie das Grundstück der Nachbarn.
  • Jedes vernetzte Gerät braucht Updates, ein eigenes Passwort und am besten ein eigenes WLAN.

Meine Praxis-Erfahrung: Bei mir hängen Präsenzsensoren in fast jedem Raum, die meisten unsichtbar in der Wand. Wir nutzen sie vor allem für Heizung und Licht. Sind wir länger weg, geht das Haus in einen Urlaubsmodus und täuscht mit Licht und Ton vor, dass jemand da ist.

Im Garten hängt eine Reolink RLC-520A mit Netzwerkkabel. Sie zeigt nur auf unser eigenes Grundstück. Die Aufnahmen bleiben 14 Tage lokal auf meinem Server, ohne Cloud. Erkennt sie eine Person oder ein Tier, speichert sie davon kleine Ausschnitte länger.

Im Keller schaut eine schwenkbare Tapo C211 nicht nur nach Einbrechern. Melden die Wassersensoren Feuchtigkeit, schwenke ich die Kamera von unterwegs hin und sehe, ob wirklich Wasser ausläuft.

An Fenstern und Terrassentür habe ich Aqara-Kontakte P2. Flache Sensoren mit eingebautem Alarm habe ich wieder ausgebaut. Alle drei gaben bei Sturm oder gekipptem Fenster Fehlalarm, laut und mitten in der Nacht. Eine Sirene haben wir nicht. Im Alarmfall blinken die Lichter rot.

So ist dieser Artikel aufgebaut:


Teil 1: Grundlagen für Einsteiger

Wie gehen Einbrecher wirklich vor?

Viele stellen sich einen Profi mit Spezialwerkzeug vor, der nachts kommt. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Die Mehrzahl aller Einbrüche verüben Gelegenheitstäter. Sie versuchen zum Beispiel, Fenster und Türen mit einfachen Hebelwerkzeugen aufzubrechen. Fenster und Türen werden dabei oft schon in Sekundenschnelle überwunden.

Eingebrochen wird meist über leicht erreichbare Fenster sowie Wohnungs- und Fenstertüren. Mit Fenstertüren sind Balkon- und Terrassentüren gemeint. Auch die Tageszeit überrascht viele. Einbrüche passieren häufig tagsüber, wenn niemand zu Hause ist: zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend und am Wochenende.

Ein paar Zahlen helfen beim Einordnen. Die Polizei hat 2025 bundesweit 82.920 Wohnungseinbrüche erfasst, die Versuche mitgezählt.

Im Jahr davor waren es 78.436 Fälle. Aufgeklärt wurden 2025 nur 14,1 Prozent. Gut 37 Prozent aller Wohnungseinbrüche geschahen am Tag.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht. 2025 scheiterte fast die Hälfte aller Einbrüche, genau 44,9 Prozent. Die Polizei sieht darin ein Zeichen, dass Vorbeugung wirkt. Wer es dem Täter schwer macht, hat also gute Chancen.

Gut zu wissen: Jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober ist der Tag des Einbruchschutzes. Das ist der Tag, an dem die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden. Rund um diesen Tag informiert die Polizei über wirksame Schutzmaßnahmen.

Was kann ein Smart Home beim Einbruchschutz leisten und was nicht?

Hier liegt der wichtigste Punkt des ganzen Artikels. Smart-Home-Lösungen allein sind laut Polizei kein durchgängiges und damit zuverlässiges Einbruchmelde- oder Gefahrenwarnsystem. Das gilt egal, ob du die Geräte selbst einbaust oder eine Fachfirma beauftragst.

Wofür empfiehlt die Polizei smarte Technik dann? Vor allem für die Anwesenheitssimulation. Gemeint ist, dass Rollläden und Licht für Außenstehende so gesteuert werden, als sei jemand zu Hause.

Außerdem kann ein Smart Home als reines Informationssystem dienen. Es meldet dir also etwas, aber es schützt nicht wie eine geprüfte Alarmanlage. Das funktioniert als Ergänzung zu einem wirkungsvollen mechanischen Grundschutz.

Willst du echten Einbruchschutz im Smart Home, empfiehlt die Polizei eine Alarmanlage mit Smart-Home-Funktion. Was das genau bedeutet, erkläre ich im zweiten Teil.

Das Zwiebelprinzip: Schutz in drei Schichten

Am einfachsten denkst du dein Zuhause in Schichten, wie bei einer Zwiebel. Ganz außen liegt das Grundstück.

Dann kommt die Hülle des Hauses mit Fenstern und Türen. Ganz innen liegen die Räume. Jede Schicht hat ihre eigenen Geräte.

Das Zwiebelprinzip der Sicherheit Drei verschachtelte Bereiche: außen das Grundstück mit Licht und Kamera, in der Mitte die Hülle mit Fenstern, Türen und Kontakten, innen die Räume mit Präsenzmeldern und Rauchmeldern. 1 Grundstück Licht mit Bewegungsmelder, Außenkamera 2 Hülle des Hauses Mechanik an Fenstern und Türen, Tür- und Fensterkontakte 3 Innen Präsenz- und Bewegungsmelder Rauch- und CO-Melder Innenkamera, Sirene
Das Zwiebelprinzip: Jede Schicht bekommt eigene Geräte. Die Mechanik der Hülle steht an erster Stelle.

Die Polizei ist bei der Reihenfolge eindeutig. Mechanische Sicherungen sollten bei deiner Planung an oberster Stelle stehen. Einbruchmeldeanlagen verhindern keinen Einbruch, sie melden ihn nur. Dafür steigt für den Einbrecher das Risiko, entdeckt zu werden.

Was heißt Mechanik konkret? Bei neuen Fenstern und Türen empfiehlt die Polizei geprüfte einbruchhemmende Produkte nach DIN EN 1627, mindestens Widerstandsklasse RC 2. RC steht für „Resistance Class“, also Widerstandsklasse.

Ältere Fenster lassen sich nachrüsten. Eine Nachrüstung mit aufschraubbaren Zusatzsicherungen ist immer möglich. Die Polizei empfiehlt dafür Nachrüstsysteme nach DIN 18104 Teil 1 und 2.

Ehrliche Einschränkung: Ein abschließbarer Fenstergriff allein reicht nicht. Er bietet keinen Schutz gegen das Aufhebeln. Auch übliche Rollläden haben keine einbruchhemmende Wirkung. Sie dienen vor allem dem Sonnen- und Sichtschutz.

Die Bausteine der smarten Sicherheit

Jetzt geht es um die Geräte. Ich stelle dir die wichtigsten Bausteine vor, jeweils mit einem Beispielgerät. Die Beispiele zeigen dir, worauf es bei der jeweiligen Geräteart ankommt.

Tür- und Fensterkontakte: Wer hat welches Fenster offen gelassen?

Ein Tür- und Fensterkontakt besteht meist aus zwei Teilen: einem Sensor am Rahmen und einem Magneten am Flügel. Geht das Fenster auf, meldet der Sensor das. Der Eve Door & Window erkennt zum Beispiel, ob Türen und Fenster offen oder geschlossen sind.

Warum ist das für die Sicherheit wichtig? Weil Einbrecher meist über leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren kommen. Mit Kontakten an diesen Stellen weißt du, ob alles zu ist, bevor du gehst.

Fachleute nennen die Überwachung von Fenstern und Türen Außenhautüberwachung. Ihr großer Vorteil ist, dass der Alarm kommt, bevor jemand eingedrungen ist. Und die Überwachung lässt sich auch nachts einschalten, während du zu Hause bist.

Beim Eve Door & Window gefällt mir der Ansatz beim Datenschutz. Er braucht keine Eve-Cloud und keine Registrierung, und er arbeitet vollständig lokal. Matter ist ein gemeinsamer Standard, damit Geräte verschiedener Hersteller zusammenarbeiten.

Thread ist ein stromsparendes Funknetz, über das solche Geräte miteinander sprechen. Für den Sensor brauchst du eine Steuerzentrale mit Matter-Controller und Thread-Border-Router. Strom bekommt der Sensor aus einer austauschbaren ½-AA-Batterie.

Häufiger Denkfehler: Ein Fensterkontakt meldet nur. Er hält niemanden auf. Gekippte Fenster sind laut Polizei offene Fenster. Kein Sensor ändert etwas daran.
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Mehr dazu erscheint bald im eigenen Artikel dieser Reihe über Tür- und Fenstersensoren als Einbruchschutz.

Bewegungsmelder und Präsenzsensoren: Ist jemand im Raum?

Ein klassischer Bewegungsmelder arbeitet meist mit Infrarot. Fachleute sagen PIR dazu, das steht für passives Infrarot.

Er reagiert, wenn sich eine warme Person durch sein Sichtfeld bewegt. Sitzt du still, sieht er dich irgendwann nicht mehr. Bei Kombigeräten wie dem Aqara FP300 ist deshalb klar aufgeteilt: PIR erkennt Bewegung, Radar erkennt Anwesenheit.

Ein Präsenzsensor kann mehr. Er arbeitet zusätzlich oder ausschließlich mit Millimeterwellen-Radar, kurz mmWave.

Der Aqara Presence Sensor FP1E nutzt Millimeterwellen-Radar mit KI-Algorithmen. Er erkennt Anwesenheit auch dann, wenn eine Person sitzt oder still liegt. Die Erfassungsreichweite liegt bei 6 Metern.

Für die Sicherheit bedeutet das, dass ein Präsenzsensor merkt, ob ein Raum wirklich leer ist. In einer Alarmanlage nennt man das Prinzip Fallenüberwachung. Dabei löst der Alarm erst aus, wenn Einbrecher schon im überwachten Bereich sind. Deshalb ist er eine Ergänzung zu Kontakten an Fenstern und Türen und kein Ersatz.

Der FP1E hat zwei Voraussetzungen, die du kennen solltest. Er braucht einen Aqara-Hub.

Und er läuft über ein 5V1A-Netzteil, also nicht mit Batterie. Über Matter funktioniert er mit Amazon Alexa, Apple Home, Google Home, Home Assistant und weiteren Plattformen. Dafür muss der Aqara-Hub Matter unterstützen.

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Für Präsenzsensoren gibt es eine eigene Kaufberatung zu mmWave-Sensoren.

Alle Modelle im Überblick zeigt der Vergleich der Bewegungsmelder.

Kameras: Sehen, was draußen passiert

Eine Kamera zeigt dir, wer am Haus ist. Sie macht Bilder von Menschen, und genau deshalb musst du bei ihr mehr bedenken als bei jedem anderen Gerät. Dazu gleich mehr beim Datenschutz.

Die erste große Frage ist, wo deine Aufnahmen landen. Viele Kameras setzen auf eine Cloud des Herstellers. Andere speichern lokal, zum Beispiel auf einem NAS, also einem eigenen Netzwerkspeicher zu Hause. Bei der Cloud hat der Betreiber die Kontrolle über die gespeicherten Daten.

Ein Beispiel für lokale Speicherung ist die eufyCam S4. Sie hat 32 GB integrierten Speicher. Der lokale Speicher ist komplett verschlüsselt.

Verpflichtende Cloud-Gebühren gibt es nicht. Die feste Kamera filmt in 3840 × 2160 Pixeln, das ist 4K. Für die Bewegungserkennung nutzt sie Radar und PIR zusammen.

Sie unterscheidet Personen, Fahrzeuge und Tiere.

Eine Grenze gehört zur Wahrheit dazu. Im Akku- oder Solarbetrieb ist eine Daueraufzeichnung nicht vorgesehen. Eine Basisstation brauchst du für den Betrieb dagegen nicht, die Kamera läuft auch eigenständig.

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Außenkameras vergleicht unser Vergleich der Außenkameras.

Für drinnen gibt es den Vergleich der Innenkameras.

Smarte Türschlösser: Komfort mit Verantwortung

Ein smartes Türschloss sitzt innen auf der Tür und dreht den Schlüssel für dich. Du öffnest dann zum Beispiel per App oder automatisch beim Heimkommen. Das ist bequem. Für die Sicherheit zählt aber vor allem, dass die Tür wirklich abgeschlossen ist.

Die Polizei rät, die Tür nicht nur ins Schloss zu ziehen. Du sollst immer zweifach abschließen, auch wenn du nur kurz weggehst. Und schau dir die ganze Tür an. Nicht nur der Zylinder zählt, auch Beschlag, Schließblech, Bänder und Türblatt sollten geschützt sein.

Das Nuki Smart Lock Ultra ist ein Beispiel, bei dem der Zylinder mitgeliefert wird. Du musst dafür deinen Zylinder wechseln. Der mitgelieferte Universal Cylinder hat die Sicherheitsklasse SKG***.

Das Schloss sitzt auf der Innenseite und ist von außen nicht erkennbar. Es funkt über Matter via Thread und hat ein eingebautes WLAN-Modul, eine Bridge brauchst du also nicht. Ein Nuki Door Sensor ist kompatibel.

Fällt die Elektronik aus, kannst du weiter mit dem Schlüssel aufschließen.

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Mehr dazu im Vergleich der smarten Türschlösser.

Rauch- und CO-Melder: Der Schutz, der wirklich Pflicht ist

Bei Sicherheit denken viele nur an Einbrecher. Dabei gehört auch der Brandschutz zur Sicherheit.

Rauchmelder sind in allen 16 Bundesländern Pflicht, in Mietwohnungen und im eigenen Haus. Pflicht sind sie überall in Schlafzimmern, Kinderzimmern und in Fluren, die als Flucht- oder Rettungsweg dienen. In Berlin und Brandenburg sind sie auch im Wohn- und Arbeitszimmer vorgeschrieben.

Ein smarter Rauchmelder kann mehr als piepen. Beim Homematic IP Rauchwarnmelder zeigt die App zum Beispiel Betriebszeit, Funktionstests, Alarme und den Verschmutzungsgrad. Außerdem vernetzen sich die Melder.

Beim Homematic IP Rauchwarnmelder mit Q-Label lassen sich bis zu 40 Geräte vernetzen. Bei Rauch alarmieren sie dann gleichzeitig im ganzen Haus. Das Q-Label ist ein Qualitätszeichen.

Rauchmelder mit Q-Label haben eine fest eingebaute Lithiumbatterie und halten 10 Jahre. Beim Homematic-Melder beträgt die typische Batterielebensdauer ebenfalls 10 Jahre.

Spannend für dieses Thema ist eine Zusatzfunktion. Der Melder kann auch als Sirene für einen Einbruchsalarm dienen, zusammen mit Bewegungsmeldern oder Fensterkontakten. Das kostet allerdings Batterielaufzeit. Für den Betrieb brauchst du einen Homematic IP Access Point oder eine Zentrale.

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Neben Rauch gibt es eine zweite Gefahr. Gemeint ist Kohlenmonoxid, kurz CO. Es ist ein unsichtbares, geruch- und geschmackloses Atemgift.

Es kann aus Heizungsanlagen, Kaminen, Öfen, Gasthermen, Durchlauferhitzern oder schlecht belüfteten Pelletlagern kommen. CO-Melder sind die einzige Möglichkeit, gefährliche Konzentrationen in der Raumluft zu erkennen. Anders als Rauchmelder montierst du sie an der Wand in Atemhöhe, etwa 1 bis 1,5 Meter hoch.

Sie gehören vor allem in Räume mit Feuerstätten sowie in Schlaf- und Aufenthaltsräume.

Rauch- und CO-Melder bekommen bald einen eigenen Artikel in dieser Reihe.

Licht und Video-Türklingel: Die zwei Helfer am Eingang

Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend. Deshalb sollten gefährdete Bereiche beleuchtet sein, sagt die Polizei.

Das Licht kann automatisch über einen Bewegungsmelder geschaltet werden. Licht ersetzt aber in keinem Fall eine technische Sicherung. Zum Thema Licht gegen Einbruch erscheint bald ein eigener Artikel dieser Reihe.

Eine Video-Türklingel zeigt dir, wer klingelt. Für Besucher an der Gartentür empfiehlt die Polizei eine Sprechanlage, eventuell mit Videokamera. Bei der Klingelkamera gelten besondere Datenschutzregeln, dazu gleich mehr.

Eine Übersicht findest du im Vergleich der Video-Türklingeln.

Anwesenheit vortäuschen: Die stärkste Smart-Home-Funktion

Erinnerst du dich an die Empfehlung der Polizei? Die Anwesenheitssimulation ist genau das, wofür smarte Technik beim Einbruchschutz empfohlen wird.

Dafür brauchst du nicht einmal Internet. Für Rollläden oder Licht lassen sich Zeitpläne und Szenen hinterlegen, die ganz ohne Internetverbindung laufen. So lässt sich während eines Urlaubs vortäuschen, dass jemand zu Hause ist.

Achte bei den Rollläden auf die Tageszeit. Die Polizei rät, sie zur Nachtzeit zu schließen und möglichst nicht tagsüber. Sonst zeigst du schon auf den ersten Blick, dass niemand da ist.

Smarte Technik kann aber nicht alles. Betreuen Nachbarn deine Wohnung und leeren den Briefkasten, wirkt das Haus bewohnt. Und gib keine Hinweise auf deine Abwesenheit, zum Beispiel in sozialen Netzwerken oder auf dem Anrufbeantworter.

Wie du das Schritt für Schritt einrichtest, zeigt die Anleitung zum Urlaubsmodus.

Die häufigsten Fehler bei smarter Sicherheit

Aus den Empfehlungen der Polizei, der Datenschutzbehörden und der IT-Sicherheitsbehörde des Bundes ergeben sich typische Fehler. Diese acht solltest du kennen.

  1. Das Smart Home für eine Alarmanlage halten. Smart-Home-Lösungen allein sind kein zuverlässiges Einbruchmeldesystem.
  2. Die Mechanik vergessen. Mechanische Sicherungen gehören an die oberste Stelle. Übliche Fenster werden meist mit einfachem Werkzeug aufgehebelt.
  3. Fenster gekippt lassen. Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  4. Den Schlüssel draußen verstecken. Einbrecher kennen jedes Versteck.
  5. Attrappen statt echter Technik. Kamera-Attrappen bringen keine ausreichende Sicherheit. Wer sich etwas auskennt, erkennt diese Scheinsicherheit schnell.
  6. Das Standardpasswort behalten. Geräte ohne Passwort oder mit voreingestelltem Standardpasswort sind ein viel genutztes Einfallstor für Angreifer.
  7. Die Kamera auf den Gehweg oder zum Nachbarn richten. Ein Nachbargrundstück zu beobachten ist in jedem Fall unzulässig.
  8. Zu viele Fehlalarme. Bei häufigen Falschalarmen verliert eine Anlage ihre Glaubwürdigkeit. Im Ernstfall wird dann womöglich keine Hilfe mehr gerufen.

Datenschutz: Was darf meine Kamera filmen?

Bei Kameras ist das Recht klarer, als viele denken. Die Überwachung des eigenen Grundstücks oder der eigenen Wohnung ist in aller Regel zulässig. Das gilt, solange die Kamera nur auf deine private Sphäre gerichtet ist, also auf deinen Haushalt und Menschen, die du persönlich kennst.

Anders sieht es außerhalb deines Grundstücks aus. Straßen, Plätze, Gehwege und Gemeinschaftsflächen darfst du nur in seltenen Ausnahmefällen filmen. Das Grundstück der Nachbarn zu beobachten ist in jedem Fall unzulässig. Der Schutz deines Eigentums reicht meist nicht aus, um den Gehweg, die Straße oder ein Nachbargrundstück zu überwachen.

Was eine Kamera erfassen darf Draufsicht auf ein Grundstück. Die Kamera am Haus erfasst den eigenen Garten in Grün. Der Gehweg vorne und das Nachbargrundstück rechts sind rot markiert und dürfen nicht im Bild sein. Eigenes Grundstück: erlaubt Nachbar: nie Gehweg und Straße: nur in seltenen Ausnahmefällen Haus Blickfeld
Richte die Kamera so aus, dass nur dein eigenes Grundstück im Bild ist.

Was passiert, wenn du dich nicht daran hältst? Eine unzulässige Videoüberwachung ist grundsätzlich eine Ordnungswidrigkeit. Dafür kann ein Bußgeld verhängt werden.

Nachbarn können außerdem zivilrechtliche Ansprüche geltend machen. Das gilt sogar schon, wenn eine Kamera einen Überwachungsdruck erzeugt. Gemeint ist das Gefühl, ständig beobachtet zu werden.

Vorsicht beim Mikrofon: Viele Kameras nehmen auch Ton auf. Tonaufnahmen oder das Abhören des nicht öffentlich gesprochenen Wortes können eine Straftat nach § 201 StGB sein. Schalte Berechtigungen wie den Zugriff auf das Mikrofon ab, wenn du sie nicht brauchst.

Für Video-Türklingeln gelten eigene Regeln. Eine Klingelkamera ist datenschutzrechtlich grundsätzlich nur zulässig, wenn sie durch das Klingeln kurz aktiv wird, höchstens 2 Minuten.

Danach muss sie sich automatisch abschalten. Eine Aufzeichnung der Bilder darf nicht möglich sein. Auch eine Gesichtserkennung oder ähnliche Bildanalyse per KI darf nicht stattfinden.

Und die Innenkamera? Hier geht es weniger um Nachbarn und mehr um Hacker. Wähle den Bildausschnitt mit Bedacht. So verringerst du das Risiko, bei einem Angriff ausspioniert zu werden.

IT-Sicherheit: So wird dein Smart Home nicht zum Einfallstor

Jedes vernetzte Gerät ist ein kleiner Computer. Unsichere Technik kann Straftätern sogar helfen. Sie könnten ausspähen, wann du zu Hause bist und wann nicht, und das für einen Einbruch nutzen. Kamerabilder zeigen zum Beispiel, wer zu welcher Tageszeit aus- und eingeht.

Diese Grundregeln der IT-Sicherheitsbehörde des Bundes und der Polizei solltest du umsetzen:

  • Vor dem Kauf auf Updates achten. Der Hersteller sollte Softwareupdates über die typische Nutzungsdauer liefern. Bekommt ein Gerät keine Sicherheitsupdates mehr, solltest du es austauschen.
  • Eigenes Passwort setzen. Vergib schon beim ersten Anschließen ein eigenes, individuelles Passwort. Es sollte mindestens acht Zeichen lang sein, beim WLAN mindestens 20 Zeichen.
  • Zwei-Faktor-Anmeldung nutzen. Wird sie angeboten, sichert sie den Zugang zusätzlich ab. Neben dem Passwort brauchst du dann einen zweiten Nachweis, zum Beispiel einen Einmalcode per SMS.
  • Eigenes WLAN für smarte Geräte. Richte ein separates WLAN für die Geräte ein. Hat dein Router das nicht, kann ein Gäste-WLAN helfen, das du nur für smarte Geräte nutzt.
  • Internet nur, wenn nötig. Verbinde Geräte nur mit dem Internet, wenn du wirklich Fernzugriff brauchst.

Ein Gütezeichen hilft dir beim Kauf. Trägt ein Gerät das IT-Sicherheitskennzeichen, kannst du den QR-Code darauf scannen und mehr über die Sicherheitseigenschaften erfahren.


Teil 2: Vertiefung für Fortgeschrittene

Du hast die Grundlagen im Griff und willst tiefer einsteigen? In diesem Teil geht es um Normen, das Zusammenspiel der Geräte und die Technik dahinter.

Smart Home oder Alarmanlage: Was steckt hinter den Normen?

Die Polizei unterscheidet sauber zwischen Komfort und Einbruchschutz. Für Einbruchschutz im Smart Home sollst du ausschließlich zertifizierte Alarmanlagen nach DIN VDE 0833 Teil 1 und 3 oder nach DIN VDE V 0826-1 nutzen, jeweils mit zertifizierter App. Smart-Home-Anwendungen ohne diese Voraussetzungen bieten keinen Einbruchschutz im Sinne der polizeilichen Standards.

Zwei Begriffe sind dabei zentral:

  • Rückwirkungsfreiheit: Andere Smart-Home-Teile wie die Heizungs- oder Lichtsteuerung dürfen keine Befehle an die Alarmanlage geben, etwa zum Scharf- oder Unscharfschalten.
  • Zwangsläufigkeit: Technisch muss sichergestellt sein, dass du als Bewohner nicht versehentlich selbst einen Einbruchalarm auslöst.

Einbruchmeldeanlagen werden außerdem in Grade eingeteilt. Die Norm kennt vier davon, und Grad 1 liegt unter den Anforderungen der Polizei.

Für kleinere Wohnobjekte reicht Grad 2. Wer echte Hilfe im Alarmfall will, denkt an den Fernalarm. Er geht an eine ständig besetzte Stelle.

🔧 Für Fortgeschrittene

Außenhaut und Falle lassen sich kombinieren. Die Außenhautüberwachung meldet, bevor jemand eingedrungen ist, und lässt sich auch nachts bei Anwesenheit einschalten. Die Fallenüberwachung löst erst aus, wenn Einbrecher im überwachten Bereich sind. Am besten verbindest du die mechanische Sicherung mit der elektronischen Überwachung.

Auch bei einer staatlichen Förderung spielen die Normen eine Rolle. Für Sicherheitstechnik in Smart-Home-Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion nennt die Polizei als Voraussetzung, dass die Anforderungen nach DIN VDE V 0826-1 erfüllt sind. Welche Programme gerade offen sind, ändert sich. Frag deshalb vor dem Kauf direkt bei der KfW nach dem aktuellen Stand.

Mehr zu einem Alarmsystem aus der Smart-Home-Welt liest du in unserem Beitrag zum Homematic IP Alarmsystem.

Ein eigener Artikel zum Thema Alarmanlage selbst zusammenstellen ist in Arbeit.

Das Zusammenspiel der Geräte: Szenarien, die Sinn ergeben

Die Stärke eines Smart Homes liegt in der Verknüpfung. Die Polizei nennt selbst Beispiele für sinnvolle Steuerbefehle aus einer Alarmanlage. Beim Scharfschalten kann der Herd stromlos werden oder ein Ventil an der Hauptwasserleitung schließen. Im Alarmfall geht festgelegtes Außenlicht an.

Weitere Ideen, die sich aus den Geräten oben ergeben:

  • Rauchmelder als Sirene: Vernetzte Rauchmelder können bei Einbruch mitheulen, wenn das System das kann. Beim Homematic-Melder geht das zusammen mit Bewegungsmeldern oder Fensterkontakten.
  • Licht als Fluchthilfe: Der Homematic-Melder hat eine LED-Notbeleuchtung, die selbst bei Stromausfall Orientierung gibt.
  • Präsenz statt Zeitplan: Ein Präsenzsensor merkt, ob ein Raum wirklich leer ist. Er erkennt auch still sitzende oder liegende Personen. Damit lässt sich zum Beispiel prüfen, ob noch jemand im Haus ist, bevor eine Abwesenheits-Szene startet.
Ehrliche Einschränkung: Jede Verknüpfung ist auch ein Risiko. Sind Licht- oder Heizungssteuerung mit einer Kamera verbunden, können Angreifer nach der Kamera auch diese Geräte übernehmen oder manipulieren. Bei einer zertifizierten Alarmanlage dürfen andere Smart-Home-Teile deshalb keine Befehle an die Anlage geben. Genau das meint die Rückwirkungsfreiheit.

Netzwerk und Fernzugriff: Lokal, wo es geht

Ein Gerät, das nicht über das Internet erreichbar ist, birgt ein deutlich geringeres Risiko. Einige Smart-Home-Zentralen können die Verbindung ins Internet sogar ganz unterbinden. Für Kameras gilt eine klare Regel.

Brauchst du keinen Zugriff von unterwegs, verbinde die Kamera nur mit deinem Heimnetz. Brauchst du ihn doch, richte ein eigenes Netz für deine Smart-Home-Geräte ein. So kommt ein Angreifer über die Kamera nicht ohne Weiteres an deinen Computer.

Am Router lohnt ein Blick auf UPnP. Das steht für Universal Plug and Play. Die IT-Sicherheitsbehörde des Bundes rät, UPnP zu deaktivieren, damit Geräte nicht unkontrolliert ins Internet kommunizieren. Und wenn du gerade nicht aufnehmen willst, trenne die Kamera einfach vom Internet.

🔧 Für Fortgeschrittene

Matter und Thread helfen beim lokalen Betrieb. Der Eve Door & Window arbeitet ohne Hersteller-Cloud und vollständig lokal.

In Home Assistant läuft er lokal über die Matter-Integration, der Status kommt sofort an. Bei Kameras lohnt ein genauer Blick. Die eufyCam S4 speichert lokal und verschlüsselt. Für die Einrichtung brauchst du aber die Eufy Security App.

Neue Pflichten für Hersteller: Was sich bei der IT-Sicherheit ändert

Für Funkgeräte gibt es inzwischen feste Pflichten zur IT-Sicherheit. Seit dem 1. August 2025 gelten in der EU grundlegende Cybersicherheitsanforderungen für bestimmte Funkanlagen.

Dazu gehören Anforderungen zum Schutz des Netzes, der Privatsphäre und vor Betrug. Ab dem 11. Dezember 2027 gilt dann die Cyberresilienz-Verordnung der EU.

Er legt Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen fest.

Für dich als Käufer zählt trotzdem vor allem die Frage, wie lange der Hersteller Updates liefert. Bei Homematic IP gibt es zum Beispiel Support bis fünf Jahre nach der offiziellen Abkündigung eines Produkts. Frag im Zweifel nach, bevor du kaufst.

Der Keller: Die unterschätzte Schwachstelle

Meine Kamera im Keller arbeitet auch mit den Wassersensoren dort zusammen. Meldet ein Sensor etwas, kann ich von unterwegs die Kamera dorthin schwenken und nachsehen, ob es ein echter Schaden ist oder nur eine Fehlmeldung.

Beim Einbruchschutz rät die Polizei, Kellertüren, Nebeneingänge und Dachbodentüren genauso widerstandsfähig zu machen wie die Haustür. Meist kommen Täter dort durch unverschlossene Haus- und Kellertüren oder schlecht gesicherte Kellerverschläge hinein.

Auch Kellerfenster sind ein Thema. In Kellerlichtschächten können Täter meist ungesehen arbeiten. Eine Kamera am Kellereingang zeigt dir, was dort passiert. Sie ersetzt aber keine sichere Tür und keinen gesicherten Gitterrost.

Wohnst du zur Miete?

Auch in einer Mietwohnung kannst du einiges tun. Mit Einverständnis des Vermieters sind auch dort Maßnahmen zum Einbruchschutz möglich. Sprich deshalb vorher mit deinem Vermieter.

Mehr dazu im Ratgeber Smart Home für Mieter.

Checkliste für die dunkle Jahreszeit

  • ☐ Fenster und Fenstertüren mechanisch prüfen und bei Bedarf nachrüsten lassen.
  • ☐ Haustür immer zweifach abschließen.
  • ☐ Gefährdete Bereiche beleuchten, am besten mit Bewegungsmelder.
  • ☐ Aufstiegshilfen wie Mülltonnen, Gartenmöbel und Leitern wegschließen.
  • ☐ Rollläden abends schließen, tagsüber offen lassen.
  • ☐ Anwesenheitssimulation einrichten, gern mit lokalen Zeitplänen.
  • ☐ Kamera-Bildausschnitt prüfen: nur das eigene Grundstück.
  • ☐ Updates, eigene Passwörter und ein eigenes WLAN für smarte Geräte.
  • ☐ Rauchmelder prüfen und nach 10 Jahren austauschen.
  • ☐ Eine Wertgegenstandsliste anlegen und Wertsachen fotografieren.

Eine kostenlose und neutrale Beratung bekommst du bei der (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle in deiner Nähe.

Im Ernstfall: Stell dich einem Einbrecher keinesfalls in den Weg. Ruf bei Gefahr sofort die Polizei über den Notruf 110.

Die Sicherheits-Reihe: Hier geht es weiter

Dieser Artikel ist der Einstieg in unsere Reihe zur smarten Sicherheit. Hier findest du alle Teile.

Schon erschienen:

Erscheint in Kürze:

  • Licht gegen Einbruch: Außenlicht, Bewegungsmelder und Anwesenheit vortäuschen
  • Tür- und Fenstersensoren als Einbruchschutz
  • Video-Türklingel 2026
  • Rauch- und CO-Melder smart vernetzen
  • Alarmanlage selbst zusammenstellen

Häufige Fragen zur smarten Sicherheit

Ersetzt ein Smart Home eine Alarmanlage?

Nein. Smart-Home-Lösungen allein sind laut Polizei kein zuverlässiges Einbruchmeldesystem. Für echten Einbruchschutz empfiehlt die Polizei eine zertifizierte Alarmanlage mit Smart-Home-Funktion nach DIN VDE 0833 Teil 1 und 3 oder DIN VDE V 0826-1.

Darf meine Kamera den Gehweg vor dem Haus filmen?

In der Regel nicht. Gehwege, Straßen und Plätze dürfen nur in seltenen Ausnahmefällen erfasst werden. Das Grundstück der Nachbarn zu beobachten ist in jedem Fall unzulässig.

Brauche ich für eine Überwachungskamera ein Abo?

Das hängt vom Modell ab. Viele Kameras setzen auf die Cloud des Herstellers, andere speichern lokal. Die eufyCam S4 zum Beispiel speichert auf 32 GB integriertem Speicher und hat keine verpflichtenden Cloud-Gebühren.

Was ist der Unterschied zwischen Bewegungsmelder und Präsenzsensor?

Ein klassischer Bewegungsmelder reagiert auf Bewegung. Ein Präsenzsensor mit Millimeterwellen-Radar erkennt Menschen auch, wenn sie still sitzen oder liegen. Er merkt also, ob ein Raum wirklich leer ist.

Wo müssen Rauchmelder hängen?

Pflicht sind sie in allen Bundesländern in Schlafzimmern, Kinderzimmern und in Fluren, die als Rettungsweg dienen. Montiere sie an der Decke, am besten in der Mitte des Raumes, mit mindestens 50 Zentimetern Abstand zur Wand.

Wann brechen Einbrecher am häufigsten ein?

Häufig tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, aber auch am frühen Abend und am Wochenende. In der dunklen Jahreszeit nutzen Einbrecher außerdem die früh einsetzende Dämmerung.

So geht’s weiter

Fang klein an. Prüfe zuerst Fenster und Türen. Danach lohnen sich Tür- und Fensterkontakte an den leicht erreichbaren Stellen und eine Anwesenheitssimulation.

Der nächste Schritt ist die Anleitung zum Urlaubsmodus.

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

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Christian Steiner

Betreibt sein Zuhause auf Home Assistant und teilt hier, was er selbst ausprobiert. Verständlich und ohne Fachchinesisch.

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