🔧 Meine Heizungsreihe
Sechs Artikel von der Frage, welches Ventil du hast, bis zur fertigen Automation.
- Ventil bestimmen und Adapter finden (dieser Beitrag)
- Thermostat montieren
- Passt nicht, geht nicht
- Steuerung und Automationen
- Fenster offen: eingebaut oder echter Sensor
- Übersicht: lohnen sich smarte Thermostate?
Dazu gibt es das Werkzeug Heizkörperventil bestimmen. Es fragt dich durch und nennt den passenden Adapter.
Du hast ein smartes Thermostat gekauft. Du hast den alten Kopf abgeschraubt. Jetzt schaust du auf ein Stück Metall, das dir nichts sagt. Irgendwo im Internet steht, du sollst dein Ventil „erkennen“. Genau das funktioniert nicht, und dieser Artikel fängt damit an, warum.
Das Versprechen hier ist ein anderes: Miss zwei Werte, dann weißt du es. Ein Durchmesser und eine Gangzahl reichen in den meisten Fällen. Steht auf deinem Ventil ein Name, brauchst du nicht einmal das.
Die Angaben in diesem Artikel stammen aus einer Datensammlung, die ich für diese Reihe angelegt habe. Darin stehen 109 Ventiltypen aus Hersteller- und Adapterlisten, mit Maßen und Quellen. Und mit der Frage, ob es dafür überhaupt einen Adapter gibt. Wo eine Zahl steht, steht sie, weil sie belegt ist.

Warum das Heizkörperventil bestimmen so schwer ist
Es liegt nicht an dir. Es liegt daran, dass die Quellen sich widersprechen. Ich habe elf davon nebeneinandergelegt: Herstellerlisten, Montageanleitungen und Händlerangaben. Bei einem einzigen Merkmal bin ich auf vier verschiedene Aussagen gestoßen.
Es geht um die Danfoss-Klemmventile. Die sind in Deutschland sehr verbreitet. Ihr Anschluss hat kein Gewinde, sondern einen glatten Ring mit Einkerbungen. Wie viele Kerben es sind, beantworten die Quellen so:
- eQ-3 schreibt in der eigenen Kompatibilitätsliste „23 mm mit 4 Kerben“. In der eigenen Montageanleitung zeichnet dieselbe Firma einen Ring mit rund einem Dutzend Schlitzen.
- ELV verkauft für dieselbe Ventilfamilie einen Adapter, der im Produktnamen „mit 2 Kerben“ trägt.
- tado° nennt für die Varianten RAV und RAVL eine Zahl und lässt sie beim RA ausdrücklich weg.
- Danfoss selbst benennt das Merkmal in keiner der eingesehenen Unterlagen. Alle Begriffe stammen von Thermostat- und Adapterherstellern, nicht vom Ventilhersteller.
Vier Quellen, drei Zahlen, und der Hersteller schweigt. Wer daran scheitert, ist nicht zu ungeschickt. Die Datenlage gibt es schlicht nicht her.
Die Folgerung zieht sich durch den ganzen Artikel: Bei Danfoss zählst du nichts. Du misst den Durchmesser des Rings. Darüber sind sich alle Quellen einig.
Was du brauchst
Einen Messschieber. Das ist das Werkzeug mit den zwei Backen, das man zusammenschiebt und dann ein Maß abliest. Ein Lineal tut es zur Not auch. Aber der Unterschied zwischen 28 und 30 Millimetern entscheidet hier über den richtigen Adapter, und den liest man am Lineal leicht falsch ab.
Der Rest geht ohne Werkzeug: den alten Thermostatkopf abnehmen, hinschauen, messen.
🛒 Kynup Messschieber Digital, Schieblehre 150 mm mit LCD-Display kaufen:Was daraus nicht folgt: Das gilt für dieses eine Gerät. Es heißt nicht, dass digitale Messschieber generell besser sind als analoge. Und es ist keine Aussage darüber, welcher Messschieber der beste ist. Ich habe einen, nicht mehrere.
Dein Heizkörperventil bestimmen
Zuerst: Steht ein Name auf dem Ventil?
Schau dir den Ventilkörper von allen Seiten an, auch seitlich und von unten. Viele Ventile tragen den Herstellernamen oder ein Kürzel. Eingeprägt oder aufgedruckt.
Warum zuerst: Ein Name ist die sicherste Bestimmung, die es gibt. Kein Maß, keine Toleranz, kein Zweifel. In meiner Sammlung tragen zehn Ventiltypen eine dokumentierte Beschriftung, darunter:
| Was am Ventil steht | Hersteller |
|---|---|
| ZENTRA, seitlich eingeprägt | Zentra |
| T/E | Heimeier |
| OV | Oventrop |
| sar | Comap / SAR |
| MNG · RBM · LUX · T E S · FAR | MNG · R.B.M · Luxor · Valf Sanayii · FAR |
Häufiger Fehler: Sich auf den Namen allein verlassen. Bei Oventrop reicht er nicht. Die Ventile bis 1998 haben ein feineres Gewinde als die neueren und sehen von außen gleich aus. Und der Name Danfoss sagt für sich genommen fast nichts. Dieselbe Marke führt Klemmventile und ein Gewindeventil. In beiden Fällen musst du weitermessen.
Dann übernimmt das Werkzeug
Den Namen ablesen kann dir niemand abnehmen. Deshalb steht dieser Schritt vorn. Alles Weitere kann das Werkzeug besser: Es zählt bei jeder Antwort mit, welche Ventile noch möglich sind, und fragt nur das, was die übrigen noch voneinander trennt.
Es fragt deshalb nicht immer gleich viel. Manchmal ist nach zwei Fragen klar, was du hast, manchmal braucht es fünf. Es hört auf, wenn es eindeutig ist. Oder es sagt dir, dass mehrere Ventile in Frage kommen.
🔍 Das Werkzeug: Heizkörperventil bestimmen
Es stellt dir die Fragen der Reihe nach und nennt am Ende den Adapter, der zu deinem Ventil passt, oder dass du keinen brauchst.
Was das Werkzeug von dir wissen will
Die nächsten Abschnitte führen dich nicht durch. Dafür ist das Werkzeug da. Sie erklären, was gemessen wird und warum, für alle, die verstehen wollen, wonach sie gefragt werden.
Gewinde außen, Gewinde innen oder gar keins
Gemeint ist der Hals, auf dem eben noch der alte Kopf saß. Drei Möglichkeiten:
- Außengewinde: Ein Metallgewinde, das nach außen zeigt. Der häufigste Fall, 80 von 109 Ventilen in meiner Sammlung.
- Innengewinde: Der Hals hat außen einen glatten Ring, das Gewinde sitzt innen. Betrifft 8 Ventile, vor allem Gampper.
- Kein Gewinde: Ein glatter Ring, eine Kunststoffkappe oder ein Klemmring. Hier wird nichts aufgeschraubt, sondern geklemmt: Ein Ring wird über den Ventilhals geschoben und mit einer kleinen Schraube festgezogen. Dieser Ring ist der Adapter, auf den der Thermostat dann kommt. Betrifft 21 Ventile.
In den beiden Gewinde-Fällen wird der Adapter am vorhandenen Gewinde angeschraubt und bietet oben M30 x 1,5 an. Das ist das Maß, auf das die smarten Thermostate passen.
Warum diese Frage zuerst kommt: Sie teilt das ganze Feld in drei Teile und kostet keine Sekunde Messen.
Der Außendurchmesser
Warum über die Gewindespitzen: Die Größenangabe eines Gewindes meint immer den äußeren Durchmesser. Wer stattdessen in den Rillen misst, bekommt ein bis zwei Millimeter zu wenig und landet bei der falschen Größe.


Der mit Abstand häufigste Wert ist 30 Millimeter. 44 der 109 Ventile liegen dort. Das ist die gute Nachricht, denn von diesen 44 brauchen die meisten gar keinen Adapter. Ihr Anschluss ist bereits der heutige Standard, auf den smarte Thermostate ohnehin passen.
Wie fein das Gewinde ist
Warum das gefragt wird: Zwei Gewinde mit demselben Durchmesser können unterschiedlich fein sein. Der Durchmesser allein reicht dann nicht. Gezählt wird, wie viele Rillen auf zehn Millimeter Länge kommen.
Das betrifft nicht jedes Ventil. Welche Durchmesser es sind, steht unten unter „Die gefährlichen Verwechslungen“. Das Werkzeug entscheidet selbst, wann es danach fragt.
Ventile ohne Gewinde
Hat dein Ventil kein Gewinde, entscheidet die Bauart des Halses. Die siehst du von vorn:
- Glatter Ring mit Einkerbungen: die Danfoss-Familie und einige andere. Hier zählt allein der Durchmesser.
- Kunststoffkappe: kommt genau einmal vor, beim MNG-Pin.
- Klemmring: etwa bei Vaillant mit 30,5 Millimetern oder am Ventilheizkörper.
Fragen, die nur manchmal kommen
Kerben oder Zacken am Rand. Einzelne Ventile haben zusätzlich kleine Einschnitte, in die der Kopf einrastet. Das Werkzeug fragt danach nur, wenn die Zahl zwei Ventile wirklich trennt. Bei Danfoss wertet es sie bewusst nicht aus. Warum, steht oben im ersten Abschnitt.
Das Schließmaß. In der Mitte des Ventils sitzt ein kleiner Stift. Der Thermostat drückt ihn hinein, dann schließt das Ventil. Lässt er los, drückt eine Feder den Stift wieder heraus und das Ventil öffnet.
Daraus folgt, dass der Thermostat den Stift ganz erreichen muss. Steht er zu weit heraus oder zu wenig weit, regelt der Heizkörper nicht, auch wenn das Gewinde passt. Deshalb wird gemessen, wie weit er heraussteht. Wie das geht, steht unten bei M28 x 1,5.
Ein smartes Thermostat fährt diesen Weg nach der Montage einmal ab und merkt sich beide Enden. Das nennt sich Kalibrieren, mehr dazu in Artikel 4.
Und beim Innengewinde: Die Gampper-Ventile machen den Großteil dieser Gruppe aus. Es gibt sie in zwei Tiefen. Gefragt wird deshalb, wie tief das Gewinde in den Hals hineinreicht. Die Grenze liegt bei zehn Millimetern. Sie entscheidet, welcher der beiden Adapter passt. Das Tiefenmaß am Messschieber reicht dafür aus. Das ist die kleine Zunge, die hinten herausfährt.
Die gefährlichen Verwechslungen
Vier Fälle, in denen zwei Ventile am Messschieber gleich aussehen und trotzdem verschiedene Adapter brauchen. Wer sie kennt, macht den teuren Fehler nicht.
M30 x 1,5 gegen M30 x 1,0
Beide messen exakt 30 Millimeter. Der Unterschied liegt allein darin, wie eng die Gänge stehen. 6 bis 7 Rillen auf zehn Millimeter bedeuten M30 x 1,5. Zehn Rillen bedeuten M30 x 1,0.
Was die Schreibweise bedeutet: Das M steht für ein metrisches Gewinde, die 30 für den Außendurchmesser in Millimetern, die 1,5 für den Abstand von einer Rille zur nächsten. Genau daher kommen die Zahlen oben: Bei 1,5 Millimetern Abstand passen sechs bis sieben Rillen auf zehn Millimeter, bei 1,0 Millimetern sind es zehn.
Wer nur den Durchmesser misst, greift bei sechs Ventiltypen daneben. Darunter alte Oventrop-Ventile bis 1998, Zehnder in alter Ausführung, Owotherm und Rotex. Das Ergebnis merkst du erst am Heizkörper: Das Thermostat lässt sich zwei, drei Umdrehungen aufschrauben und klemmt dann.
Genau deshalb wird bei 28, 30, 32 und 40 Millimetern nach der Feinheit gefragt. Nur bei diesen vier Durchmessern gibt es zwei verschiedene Gewinde. Bei allen anderen Werten ist der Durchmesser eindeutig.
M40 x 1,5 gegen M40 x 1,0
Derselbe Fall bei 40 Millimetern, und hier ist er schlimmer. Der Grund ist das Zahlenverhältnis:
| Gewinde | Ventile | Adapter |
|---|---|---|
| M40 x 1,5 | Oventrop „maxi/mini“, Braukmann, Pruss | für alle drei derselbe |
| M40 x 1,0 | Zentra, allein | ein anderer |
Bei 30 Millimetern steht der seltene Fall einer großen Mehrheit gegenüber, die ohnehin keinen Adapter braucht. Wer dort rät, liegt meistens richtig. Bei 40 Millimetern ist es drei zu eins, und beide Seiten brauchen einen Adapter, nur nicht denselben. Wer hier rät, greift also in einem von vier Fällen zum falschen Teil.
Zum Glück ist gerade dieser Fall leicht zu lösen: Zentra steht auf dem Ventil.
Danfoss RTD: das Gewinde passt, der Weg stimmt nicht
Ein Sonderfall, der jeden ärgert, der ihn nicht kennt. Das RTD trägt den Danfoss-Schriftzug, hat aber ein normales Gewinde M30 x 1,5 statt der bekannten Klemmung. Es lässt sich also aufschrauben, sitzt fest, und der Heizkörper reagiert trotzdem nicht.
Der Grund liegt am Ventilstift. Bei den 26 M30-x-1,5-Ventilen, die ohne Adapter auskommen und für die ein Wert belegt ist, steht er zwischen 10,5 und 12,2 Millimetern heraus, wenn das Ventil geschlossen ist. Beim RTD sind es 21,1 Millimeter. Ein Thermostat kann den Stift aber nur ein kurzes Stück bewegen. Diese rund neun Millimeter kann es deshalb nicht von allein ausgleichen. Hier hilft nur ein Adapter, der die Differenz aufnimmt.
Die drei Danfoss-Kragen
Und hier greift die Regel vom Anfang: Zähl nichts, miss den Ring.
| Gemessener Kragen | Ventil |
|---|---|
| 23 mm | Danfoss RA, alt und neu |
| 25,5 bis 26 mm | Danfoss RAVL |
| 34 mm | Danfoss RAV |
Die Spanne bei RAVL ist keine Unsicherheit meinerseits. Der Adapterhersteller nennt 26 mm, der Handel 25,5 mm. Die Unschärfe sitzt im Sortiment, nicht in der Messung.
Bei 23 Millimetern gibt es noch einen Nachbarn: Das FAR-Ventil misst sich genauso. Es trägt aber das Logo „FAR“ am Körper. Der Blick auf den Namen hilft hier also weiter.
Den passenden Adapter finden
Jetzt weißt du, was du hast. Die gute Nachricht zuerst, in Zahlen aus meiner Sammlung:
| Lage | Ventile | Was das für dich heißt |
|---|---|---|
| Kein Adapter nötig | 30 | Gewinde M30 x 1,5, und nichts spricht für ein abweichendes Schließmaß |
| Adapter kaufbar | 65 | Ein Produkt ist geprüft lieferbar |
| Heute nicht zu kaufen | 13 | Entweder gab es nie einen, oder er ist nicht mehr im Handel |
| Nicht belegbar | 1 | Quellen widersprechen sich oder schweigen |
Für 95 der 109 Ventile gibt es einen Weg. 30 brauchen keinen Adapter, 65 haben einen zu kaufen. Welcher Adapter für dein Ventil der richtige ist, sagt dir das Werkzeug oben. Hier steht, was sonst noch zu beachten ist.
Was dem Thermostat beiliegt und was nicht
Bevor du etwas kaufst, schau in den Karton. Den meisten smarten Thermostaten liegen Adapter bei, aber immer dieselben drei: für Danfoss RA, RAV und RAVL. Beim Aqara E1 sind es laut Herstellerangabe genau diese drei. Bei den Geräten von eQ-3 sieht es ähnlich aus.
Daraus entsteht ein verbreiteter Irrtum: dass immer einer dabei ist. Für die drei Danfoss-Klemmventile stimmt das. Für alles andere nicht. Für M28 x 1,5, M30 x 1,0, M32, M40 und die Vaillant-Anschlüsse liegt so gut wie nie einer bei. Diese Adapter musst du getrennt bestellen. Am besten gleich mit dem Thermostat, damit du nicht zweimal wartest.
M28 x 1,5: hier reicht der Adapter allein oft nicht
Ein Sonderfall, der Nerven kostet, wenn man ihn nicht kennt. In meiner Sammlung stehen dreizehn Ventile mit dem Gewinde M28 x 1,5. Sie unterscheiden sich untereinander nur im Schließmaß. Das ist der Wert, um den der Ventilstift heraussteht, wenn das Ventil geschlossen ist.
eQ-3 löst das mit vier verschiedenen Verlängerungsstiften. Welcher in den Adapter kommt, hängt vom gemessenen Schließmaß ab:
| Gemessenes Schließmaß | Stift | Länge |
|---|---|---|
| etwa 10 bis 12 mm | Nr. 1 | 15,0 mm |
| etwa 8,5 bis 10 mm | Nr. 2 | 17,0 mm |
| etwa 6,5 bis 8,5 mm | Nr. 3 | 18,5 mm |
| etwa 1,0 bis 3,0 mm | Nr. 4 | 24,0 mm |
Quelle: eQ-3, Montageanleitung zum M28-x-1,5-Adapter. Gemessen wird bei geschlossenem Ventil: Ventilstift mit einem stumpfen Gegenstand ganz hineindrücken, dann von der Fläche, auf der der Thermostat aufsitzt, bis zur Stiftspitze messen.


Bei einem Ventil ohne Gewinde geht das nicht in einem Zug. Der Messschieber kommt nicht bis zum Stift. Und eindrücken und messen gleichzeitig geht mit zwei Händen nicht. Miss deshalb zweimal: erst von der hinteren Kante bis zur Vorderkante des Rings, dann den eingedrückten Stift ab der Vorderkante. Beide Werte addieren. Das steht so in keiner Anleitung, es ist Erfahrung aus meiner eigenen Anlage.
An meinem Ventil kamen auf diesem Weg 30,28 Millimeter heraus. Die Datensammlung führt für diesen Typ 30,5 Millimeter. Das sind 0,22 Millimeter Abstand, gut innerhalb der Messtoleranz. Das ist eine Messung an einem Ventil. Sie belegt, ab welcher Fläche gemessen wird, nicht jeden einzelnen Wert der Sammlung.
Diese Systematik ist die belastbarste in der gesamten Datenlage. Und sie erklärt, warum ein pauschaler M28-Adapter nicht reicht. Ohne den passenden Stift sitzt das Thermostat zwar fest, aber es öffnet und schließt das Ventil nicht mehr über den vollen Weg. Das fühlt sich dann an wie ein defektes Gerät.
So suchst du deinen Adapter selbst
Eine Liste aller Adapter steht hier bewusst nicht. Sie würde dir nicht helfen, denn du brauchst genau einen. Stattdessen das Muster, nach dem du suchst:
Adapter <dein Anschluss> auf M30x1,5 <Ventilname>
Also zum Beispiel „Adapter M28x1,5 auf M30x1,5 Herz“, „Adapter M40x1,0 auf M30x1,5 Zentra“ oder „Adapter Danfoss RAVL 25.5 mm auf M30x1,5″. Das Ziel ist immer M30 x 1,5. Das ist das Gewinde, das jedes smarte Thermostat mitbringt.
Zwei Dinge dabei beachten. Erstens sind Adapter ventilspezifisch. Ein Adapter für Herz passt nicht auf ein Vaillant, auch wenn beide „M28″ im Namen tragen. Zweitens ist es der falsche Adapter, wenn im Produkttitel dein Ventilname nicht steht. Egal wie ähnlich das Gewindemaß klingt.
Was daraus nicht folgt: Ich habe zwei Adapter eines einzigen Herstellers verbaut, beide gut. Das ist keine Aussage über dessen gesamtes Sortiment und schon gar keine darüber, wer der beste Hersteller ist. Zwei Stück sind zwei Stück.


Wenn es für dein Ventil keinen Adapter gibt
Für 13 der 109 Ventiltypen gibt es heute keinen Adapter zu kaufen. Darunter SYR, Kermi V1K und K6, Danfoss FJVR, Saunier Duval, Temset und der MNG-Pin. Trifft das auf dein Ventil zu, nennt dir das Werkzeug oben die Wege, die dir bleiben, und den Suchbegriff dazu.
Ein Ventil besteht aus zwei Teilen. Der Körper sitzt fest in der Leitung, durch ihn läuft das Wasser. Das Innenteil ist von oben hineingeschraubt. Es lässt sich mit dem richtigen Gerät tauschen, ohne die Anlage zu entleeren. Für den Körper muss Wasser abgelassen werden.
Einen Weg solltest du dabei kennen, weil er im Netz oft empfohlen wird: das Innenteil zu tauschen statt des ganzen Ventils. Das funktioniert in aller Regel nicht. Die Verschraubung zum Ventilkörper ist herstellerspezifisch, teils sogar innerhalb einer Marke unterschiedlich. In meiner Sammlung ist dieser Tausch für genau ein Ventil belegt. Warum, steht im dritten Artikel dieser Reihe: Heizkörperthermostat passt nicht.
Produkte
Ein Werkzeug brauchst du für diesen Artikel, und nur dieses eine.
Welchen Adapter du brauchst, hängt vollständig von deinem Messergebnis ab. Deshalb steht hier keiner. Das Werkzeug oben zeigt dir den passenden, sobald es dein Ventil kennt. Und wenn du zwischen Metall und Kunststoff wählen kannst, nimm Metall.
Häufige Fragen
Muss ich das Wasser abstellen, bevor ich den alten Thermostatkopf abnehme?
Nein. Der Kopf sitzt außen auf dem Ventil, das Heizwasser bleibt im geschlossenen Kreis. Anders ist es nur, wenn am Ventil selbst gearbeitet wird.
Woran erkenne ich, dass ich gar keinen Adapter brauche?
Wenn du ein Außengewinde hast, 30 Millimeter misst und 6 bis 7 Gewinderillen auf zehn Millimeter zählst. Das ist M30 x 1,5, der heutige Standard. Darauf passen smarte Thermostate direkt. Das trifft auf 30 der 109 Ventiltypen zu. Ganz sicher bist du damit noch nicht. Sieben weitere Ventiltypen haben dasselbe Gewinde und brauchen trotzdem einen Adapter, sechs davon wegen eines abweichenden Schließmaßes.
Ich kann die Gewindegänge nicht zählen. Was jetzt?
Dann probier es aus, ohne etwas zu kaufen. Schraub das neue Thermostat handfest auf. Läuft es glatt bis zum Anschlag, hast du das gängige Gewinde. Klemmt es nach zwei bis drei Umdrehungen, hast du das feine. Nicht mit Werkzeug nachhelfen, das zerstört das Gewinde.
Auf meinem Ventil steht Danfoss. Reicht das?
Nein. Danfoss führt Klemmventile mit glattem Ring und das RTD mit normalem Gewinde. Miss den Durchmesser: 23, 25,5 bis 26 oder 34 Millimeter sind die Klemmvarianten. 30 Millimeter mit Gewinde ist das RTD.
Warum steht in einer Tabelle etwas von vier Kerben und in einer Zeichnung sieht man ein Dutzend?
Weil die Quellen sich widersprechen. Ich habe das geprüft, und es löst sich nicht auf: eQ-3 nennt in der Tabelle vier und zeichnet in der eigenen Anleitung viele. ELV verkauft einen Adapter mit zwei im Namen. tado° lässt die Zahl beim RA weg. Und Danfoss selbst nennt das Merkmal nirgends. Verlass dich deshalb auf den Durchmesser des Rings.
Wie genau muss ich messen?
Ein halber Millimeter Abweichung ist normal und unschädlich. Die Gewindegrößen liegen zwei Millimeter auseinander, also 28, 30, 32. Kritisch wird es nur, wenn du in den Rillen statt über den Spitzen misst. Das sind schnell anderthalb Millimeter.
Kann ich statt eines Adapters ein anderes Thermostat kaufen, das direkt passt?
Bei den Danfoss-Klemmventilen ja. RA, RAV und RAVL liegen fast jedem Thermostat als Adapter bei. Bei allen anderen Anschlüssen nein: Smarte Thermostate haben durchweg M30 x 1,5, ein Modell mit M28-Gewinde gibt es nicht.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Messen statt erkennen. Ein Durchmesser und eine Gangzahl reichen fast immer.
- Zuerst nach einem Namen am Ventil suchen. Zehn Ventiltypen tragen einen, das ist die sicherste Bestimmung.
- Über die Gewindespitzen messen, nie in den Rillen.
- Bei 28, 30, 32 und 40 Millimetern gibt es je zwei verschiedene Gewinde. Dort entscheidet die Feinheit: 6 bis 7 Rillen auf zehn Millimeter sind das gängige, zehn Rillen das feine.
- Bei Danfoss nichts zählen. Der Durchmesser des Rings entscheidet: 23, 25,5 bis 26 oder 34 Millimeter.
- Sechs Ventiltypen mit M30 x 1,5 brauchen trotzdem einen Adapter, weil ihr Schließmaß nicht passt. Das bekannteste ist das Danfoss RTD mit 21,1 Millimetern.
- 30 von 109 Ventilen brauchen keinen Adapter, 65 haben einen kaufbaren, 13 keinen.
- Adapter mit dem Zusatz „Prototyp“ sind kaufbar, aber kein Serienteil. Passform prüfen.
So geht’s weiter
Wenn du weißt, was du hast, und der Adapter unterwegs ist, kommt die Montage. Wie das Thermostat auf den Adapter kommt und was dabei schiefgeht, steht im zweiten Artikel dieser Reihe.
Klemmt es schon jetzt, sitzt das Thermostat lose oder regelt es nicht, obwohl es festsitzt: Passt nicht, geht nicht.
Und wenn das Thermostat läuft, geht es an die Steuerung: Heizkörperthermostat mit Home Assistant steuern und Fenster-offen sauber lösen.
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Zuletzt aktualisiert im September 2026.