Kaufberatung · Grundlagen

Smart Home Einsteiger Set 2026: So startest du unter 100 €

Christian Steiner 21. März 2026 ≈ 9 min Lesezeit
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Du willst endlich mit Smart Home anfangen – aber nicht hunderte Euro auf einmal ausgeben? 2026 ist das machbarer denn je. Ich zeige dir 5 fertige Einkaufslisten, jede real unter 100 €. Alle Geräte hier laufen ohne teure Zentrale – du brauchst nur ein Smartphone und dein WLAN. Und weil ich auf Matter setze, bleibst du herstellerübergreifend flexibel.

Ich hab damals selbst drauflosgelegt und ein paar Umwege genommen. Damit dir das erspart bleibt: Such dir eine Liste aus, bestell die Teile, leg los. Ganz neu beim Thema? Mein Smart-Home-Einsteiger-Guide erklärt vorab die Grundlagen.


Bevor du kaufst: 3 Regeln für Einsteiger

1. Achte auf das Matter-Logo

Matter ist der neue universelle Smart-Home-Standard. Ein Matter-Gerät funktioniert mit Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Home Assistant – egal von welchem Hersteller. Achte beim Kauf auf das „Works with Matter“-Logo, dann bindest du dich an kein Ökosystem. Welche Hersteller schon dabei sind, steht in meiner Übersicht Matter-kompatible Geräte 2026.

2. Für den günstigen Start: hub-frei über WLAN

Viele Einsteiger scheitern an der Frage „welche Zentrale?“. Die gute Nachricht: Für den Start brauchst du keine. WLAN- und Matter-over-WLAN-Geräte (Tapo, Shelly & Co.) verbinden sich direkt mit deinem Router – nur Smartphone und WLAN nötig. Eine eigene Zentrale (Hub) lohnt sich erst später, wenn du viele batteriebetriebene Sensoren über Thread oder Zigbee laufen lässt. Wie die Funkstandards zusammenhängen, erkläre ich in den Smart-Home-Protokollen.

3. Starte klein, baue schrittweise aus

Kauf nicht alles auf einmal. Fang mit einer Liste und einem Raum an. Läuft das, erweiterst du. So lernst du das System kennen und vermeidest Frust und Retouren.

🧭 Welche Liste passt zu dir?

  • Einfachster Start? → 1: Licht
  • Ruhiges Gefühl, wenn du weg bist? → 2: Sicherheit
  • Heizkosten senken? → 3: Heizung
  • Stromfresser finden & schalten? → 4: Steckdosen & Energie
  • Alles per Sprache steuern? → 5: Sprachsteuerung

Die Listen lassen sich später kombinieren – viele der Geräte sprechen Matter, die übrigen laufen gemeinsam über Alexa oder Google Home.


🔆 Liste 1: Smartes Licht

Für alle, die per App, Sprache oder Automatik das Licht steuern wollen – der beliebteste Einstieg.

Setzt voraus: Smartphone + WLAN. Die Lampen verbinden sich direkt per App, kein Hub nötig.

Smarte Lampen dimmen abends automatisch, gehen morgens langsam an und schalten im Flur per Zeitplan. Die Tapo-Lampen sind Matter-fähig und laufen ohne Zentrale direkt über dein WLAN. Welche Lampe sich sonst lohnt, zeigt mein Vergleich IKEA vs. Philips Hue.

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3× Tapo L535E Matter E27 Smarte Lampen für 2–3 Räume (WLAN/Matter)
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🔒 Liste 2: Sicherheit & Wasser

Für alle, die aus der Ferne sehen wollen, dass daheim alles ruhig ist – und vor Wasserschäden gewarnt werden.

Setzt voraus: Smartphone + WLAN. Kamera und Sensor laufen standalone über die jeweilige App, kein Hub nötig.

Eine WLAN-Kamera zeigt dir per App, was zu Hause los ist; der Wassersensor schlägt Alarm, bevor aus einem Tropfen ein Schaden wird. Beides ohne Zentrale, direkt übers WLAN.

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Shelly Flood Gen4 – Wassersensor, standalone übers WLAN

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🌡️ Liste 3: Heizung & Heizkosten sparen

Für alle, die im Winter Heizkosten senken wollen, ohne zu frieren – der schnellste Spar-Effekt.

Setzt voraus: Smartphone + WLAN. Das Starter-Kit bringt seine eigene Bridge mit – keine separate Zentrale nötig.

Ein smartes Heizkörperthermostat regelt automatisch runter, wenn niemand da ist, und wieder hoch, bevor du heimkommst. Das tado°-Starter-Kit enthält Bridge + ein Thermostat für den ersten Raum. Mehr Modelle im Thermostat-Vergleich.

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tado° WiFi Starter Kit V3+ – Bridge + Heizkörperthermostat

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1× tado° WiFi Starter Kit V3+ Bridge + 1 Heizkörperthermostat (1. Raum) €€
Gesamt €€ (am oberen Rand von 100 €)
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Tipp: Ein Thermostat pro Raum. Für den Start reicht der Raum, in dem du am meisten Zeit verbringst – weitere Thermostate ergänzt du später einzeln.

🔌 Liste 4: Steckdosen & Energie sparen

Für alle, die heimliche Stromfresser finden und Geräte gezielt schalten wollen.

Setzt voraus: Smartphone + WLAN. Die Steckdosen verbinden sich direkt per App, kein Hub nötig.

Smarte Steckdosen mit Verbrauchsmessung zeigen dir, was Fernseher, Router oder Kaffeemaschine wirklich ziehen – und schalten sie nach Zeitplan oder per Sprache. Der günstigste Weg, echten Stromspar-Effekt zu sehen. Die Einrichtung einer Shelly zeige ich im Shelly-Einrichtungs-Guide.

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Shelly Plus Plug S – smarte Steckdose mit Energiemessung

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1× Shelly Plus Plug S (Doppelpack) 2 smarte Steckdosen mit Verbrauchsmessung
1× Tapo P110 Steckdose Dritte Messsteckdose für weitere Geräte
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🗣️ Liste 5: Sprachsteuerung

Für alle, die Licht und Geräte einfach per Zuruf steuern wollen – „Alexa, Licht aus“.

Setzt voraus: Smartphone + WLAN. Der Echo Dot ist gleichzeitig Lautsprecher, Sprachassistent und Matter-Steuerzentrale.

Ein Echo Dot ist der günstigste Weg zu Sprachsteuerung – und dient direkt als Matter-Zentrale für deine Lampen und Steckdosen. Zwei smarte Lampen dazu, und du steuerst dein erstes Zimmer komplett per Stimme.

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Amazon Echo Dot 5 – Sprachassistent & Matter-Zentrale

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Produkt Funktion Preis ca.
1× Amazon Echo Dot 5 Sprachassistent + Matter-Steuerzentrale
2× Tapo L535E Matter E27 Smarte Lampen für den ersten Raum
1× Tapo P115 Steckdose Gerät per Sprache schalten
Gesamt €€ (unter 100 €)
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📊 Vergleich: Alle 5 Listen auf einen Blick

Liste Use-Case Preis Voraussetzung Schwierigkeit
🔆 1. Licht Beleuchtung steuern Smartphone + WLAN ⭐ Sehr einfach
🔒 2. Sicherheit Kamera + Wasserwarnung €€ Smartphone + WLAN ⭐ Einfach
🌡️ 3. Heizung Heizkosten sparen €€ Smartphone + WLAN ⭐⭐ Mittel
🔌 4. Steckdosen Stromfresser finden Smartphone + WLAN ⭐ Sehr einfach
🗣️ 5. Sprache Alles per Zuruf €€ Smartphone + WLAN ⭐ Einfach
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⚠️ Die häufigsten Fehler beim Smart-Home-Start

1. Zu viele Geräte auf einmal kaufen

Kauf nicht 20 Lampen und 10 Sensoren am ersten Tag. Fang mit einer Liste an, teste alles durch, dann baue aus. So vermeidest du Frust und Retouren.

2. Eine teure Zentrale kaufen, die du nicht brauchst

Der häufigste Budget-Killer: ein 100-€-Hub für den Einstieg. Für WLAN- und Matter-over-WLAN-Geräte brauchst du keinen. Eine Zentrale lohnt sich erst später bei vielen batteriebetriebenen Sensoren.

3. Geräte ohne Matter kaufen

Auch 2026 gibt es günstige Geräte, die nur mit einer einzigen Hersteller-App laufen (Tuya, eWeLink etc.). Kurzfristig billig, langfristig eine Sackgasse. Achte aufs Matter-Logo.

4. Das WLAN nicht bedenken

Eine Handvoll WLAN-Geräte steckt jeder Router locker weg. Wenn du später auf 20+ Geräte gehst, lohnt ein Blick aufs Netz – oder der Umstieg auf Zigbee/Thread über eine Zentrale.

5. Keine manuelle Bedienung einplanen

Ein Smart Home, das nur per App läuft, nervt Mitbewohner. Plane immer eine physische Bedienung ein – der normale Lichtschalter sollte weiter funktionieren.


🚀 Wie geht’s weiter nach dem Einsteiger-Set?

Deine erste Liste läuft? Die logischen nächsten Schritte:

Zweite Liste ergänzen. Die Geräte arbeiten zusammen: Bewegung schaltet Licht, offenes Fenster stoppt die Heizung.

Auf ein System festlegen (optional). Wenn du tiefer einsteigst, lohnt sich eine Plattform: Apple Home (mit HomePod/Apple TV), Google Home oder das mächtige Home Assistant. Welche zu dir passt, klärt mein großer System-Vergleich – und für iPhone-Nutzer der HomeKit-Einsteiger-Guide. Diese Systeme kosten mit eigener Zentrale mehr als 100 € – deshalb sind sie hier bewusst der Ausbau-Schritt, nicht der Einstieg.

Automationen bauen. Morgens Licht langsam heller, niemand zuhause → alles aus, nachts Bewegung im Flur → Licht auf 10 %. Ab hier macht Smart Home richtig Spaß.


FAQ – Häufige Fragen zum Smart Home Einsteiger-Set

Sind die Bundles wirklich unter 100 €?

Ja – jede der fünf Einkaufslisten ist so zusammengestellt, dass der Warenkorb real unter 100 € bleibt. Alle Geräte laufen ohne teure Zentrale, du brauchst nur Smartphone und WLAN. Konkrete Preise ändern sich, prüf sie beim Kauf – die Zusammenstellung bleibt aber im Rahmen.

Brauche ich eine Zentrale (Hub)?

Für diese Einsteiger-Listen nicht. Alle Geräte sind WLAN- oder Matter-over-WLAN-Geräte und verbinden sich direkt mit deinem Router. Eine eigene Zentrale lohnt sich erst später, wenn du viele batteriebetriebene Sensoren über Thread oder Zigbee betreibst.

Brauche ich Internet für mein Smart Home?

Für die Ersteinrichtung ja. Danach laufen viele Funktionen auch lokal. Sprachsteuerung und Push-Benachrichtigungen brauchen Internet.

Welche App soll ich nehmen?

Am Anfang die App des jeweiligen Herstellers (Tapo, Shelly, eufy). Dank Matter kannst du die Geräte später zusätzlich in Apple Home, Google Home oder Home Assistant einbinden.

Kann ich später die Plattform wechseln?

Ja, das ist der große Vorteil von Matter. Ein Matter-Gerät, das du heute per Hersteller-App nutzt, bindest du morgen in Apple oder Google ein – kein Neukauf nötig.

Funktioniert das auch in einer Mietwohnung?

Perfekt sogar: Lampen, Steckdosen, Kamera und Sensoren werden gesteckt oder geklebt, nichts gebohrt. Beim Auszug nimmst du alles mit. Mehr im Guide Smart Home für Mieter.


🛍️ Meine Top-Empfehlungen auf einen Blick

🏆 Bester Einstieg überhaupt: Tapo L535E Matter-Lampe * – günstig, Matter-fähig, kein Hub, in Minuten eingerichtet.

💧 Bester Schutz für wenig Geld: Shelly Flood Gen4 Wassersensor * – warnt vor Wasserschäden, standalone übers WLAN.

💰 Schnellster Spar-Effekt: Shelly Plus Plug S Doppelpack * – Stromfresser sichtbar machen und abschalten.

🗣️ Einfachster Komfort: Proshop Echo Dot 5 * – Sprachsteuerung und Matter-Zentrale in einem.


Fazit: 2026 ist der beste Zeitpunkt zum Starten

Es gab noch nie einen günstigeren, einfacheren Einstieg. Jede der fünf Listen bleibt unter 100 €, läuft ohne teure Zentrale und ist dank Matter zukunftssicher. Such dir eine aus, bestell die Teile, und leg heute noch los – in einer Stunde steht dein erstes Smart Home.

Du wohnst zur Miete? Kein Problem, alles hier ist steck- und klebbar: Smart Home für Mieter – ganz ohne Bohren.

Diese Listen sind bewusst allgemein gehalten – als Orientierung. Wenn ein Set genau zu deinen Räumen, deinem Budget und deinem System passen soll, geh den Setup-Finder durch: Er stellt dir nach denselben Prinzipien eine auf dich zugeschnittene Auswahl zusammen.

Zum Setup-Finder →

Letzte Aktualisierung: Juli 2026. Preise können variieren – aktuelle Preise bitte direkt beim jeweiligen Shop prüfen. Affiliate-Links (*): Bei einem Kauf über die Links erhalten wir eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.

Ch

Christian Steiner

Betreibt sein Zuhause auf Home Assistant und teilt hier, was er selbst ausprobiert – verständlich und ohne Fachchinesisch.

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